In meinem Herzen nur du

Cover "In meinem Herzen nur"TATATATAAAAAAAA!!!! Heute ist zwar noch nicht der 1. Juli (und damit der offizielle Veröffentlichungstermin), aber Amazon war einfach irre schnell mit dem Bereitstellen im Shop. Und darum ist das E-Book von In meinem Herzen nur du schon da.

Für alle Fans von Ebbe und Glut: In meinem Herzen nur du ist etwas völlig anderes. Es ist eine sehr romantische und zugleich tragische Geschichte. Der rosarote Himmel hängt voller Geigen – bis pechschwarze Gewitterwolken heranziehen und die Musik dramatisch wird. Na, Ihr wisst schon … Herzschmerz hoch zehn. Ich liebe diese kleine Geschichte sehr. Und es würde mich wahnsinnig glücklich machen, wenn es Euch ähnlich ginge.

Liebe Frauen, bitte erzählt all Euren Freundinnen von diesem Buch und lasst Euch gemeinsam verzaubern von der Geschichte um Greta und Finn. Denn träumen wir nicht insgeheim alle von der einen großen Liebe, die alles überdauert?

Liebe Männer – nein, keine Bange, Ihr müsst das Buch NICHT lesen. Ich weiß ja, dass das nix für Euch ist. Aber schenkt es doch Euren Frauen, Freundinnen, Müttern. Sie werden Euch dafür noch mehr lieben, ich schwöre!

Und nun? Hach, lest selbst! Hier könnt Ihr In meinem Herzen nur du bei Amazon kaufen.

PS: In Kürze erscheint auch eine Printausgabe von In meinem Herzen nur du. Den Sommer über gibt es das Buch nur exklusiv bei Amazon. Ab Herbst ist es dann überall erhältlich.

PPS: Das E-Book ist nur wenige Tage zum Schnäppchenpreis von 99 Cent erhältlich. Danach kostet es 3,99. Schnelles Zugreifen lohnt sich also.

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Schwere Geburt

Es war wohl alles ein bisschen viel auf einmal: Eine richtig schöne Geschichte sollte es werden, mit komplexen Charakteren, mit Tiefe und Anspruch. Und sie sollte schnell fertig werden, weil man als Profi-Autor ja schön brav jeden Tag eine gewisse Anzahl an Stunden an seinem Text arbeitet, so wie andere Leute im Büro ihre Exceltabellen bearbeiten, Stunde um Stunde, und wenn es mal klemmt, fragt man einen Kollegen, und weiter geht’s. Also habe ich schon mal vorsorglich auf allen Kanälen verkündet: „Das neue Buch kommt bald.“ Ich dachte, der Druck, den ich mir damit selber machte, würde mich vom Trödeln abhalten.

Aber so funktioniert das nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Ich saß zwar auch Stunde um Stunde am Rechner, und irgendwie entstand dabei sogar eine Geschichte, rund 200 Seiten bislang. Aber ich war nicht richtig bei der Sache. Da war ein innerer Widerstand, der mich an manchen Tagen mit regelrechtem Widerwillen an die Arbeit gehen ließ. Und ich merkte auch, dass etwas mit den Figuren nicht stimmte. Sie erfüllten mein Herz nicht, lebten in meinem Inneren nicht wie liebgewordene Freunde, sondern blieben seltsam blass.

„Das wird schon“, sagte ich mir immer wieder und zwang mich Tag für Tag aufs Neue an den Schreibtisch. Ich überarbeitete alte Szenen und schrieb neue, überarbeitete wieder und hatte doch nicht das Gefühl, voranzukommen. Schließlich stellte ich fest: Freundliches Zureden („Prima, das waren heute 98 Wörter – 7 mehr als gestern!“) oder Antreiben („Los jetzt, du Lusche, andere haben das auch geschafft!“) halfen genauso wenig wie die Ermutigungen meiner Lektorin („Jetzt ist es schon viel besser.“) und die 137 Tipps gegen Schreibblockaden, die man in jedem Ratgeber findet.

Was hingegen wirklich half: Die Kritik zweier Testleserinnen, die mir unverblümt klarmachten, dass man sogar beim Lesen merkt, wie sehr ich mit der Geschichte ringe. Im ersten Moment war ich total geplättet und hätte das Manuskript am liebsten in die Tonne getreten – und mich gleich mit. Dann sickerte langsam eine Erkenntnis nach der nächsten durch. Die Geschichte hat einen schönen Plot, aber den falschen Erzählton. Außerdem blockiere ich mich selbst, wenn ich meine eigenen Ansprüche derart hochhänge, dass ich sie nie erreichen werde.

Die Soforttherapie sah so aus: Ich habe das Manuskript zur Seite gelegt und bewusst entschieden, dass ich ihm eine Ruhepause zum Reifen gönnen muss. Ein paar Wochen oder Monate, vielleicht gar Jahre. So mache ich das normalerweise immer, wenn ich feststecke, und bislang tat jeder Geschichte diese Pause enorm gut. Diesmal hatte ich aber gar keine Ruhephasen eingeplant, weil ich mir einbildete, die bräuchte ich als hauptberufliche Autorin nicht mehr, weil ich ja genug Zeit hatte, um Tag für Tag immer wieder an den kniffligen Stellen herumzudoktern. Was für ein Irrtum!

Keine halbe Stunde, nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, sprang mich quasi von einer Sekunde auf die nächste die Idee für eine neue Geschichte an. Ich hatte noch nie über dieses Thema nachgedacht, es war etwas vollkommen Neues, das wie aus dem Nichts auftauchte und mich nicht mehr losließ. Ich schrieb augenblicklich den Plot auf und machte mich noch am selben Abend an die erste Szene. Seitdem schreibe ich Tag und Nacht. Ich muss mich nicht dazu zwingen, es geschieht ganz von alleine.

Diese Geschichte ist etwas völlig anderes als das, was ich geplant und meinen Lesern versprochen hatte. Genau genommen ist sie anders als alles, was ich je geschrieben habe. Aber hier funktioniert, was bei der ersten Geschichte nicht geklappt hat: Ich bin mit Begeisterung dabei. Die Figuren leben in mir und werden darum auch beim Schreiben lebendig. Warum? Weil ich mir keinen Druck mache. Weder in Bezug auf den Veröffentlichungstermin, noch bezüglich des Anspruchs. Die Geschichte ist seicht. Und kitschig. Und banal. Manch einer wird den Kopf schütteln und fragen: Wie konnte sie nur? Aber ich liebe diesen kleinen Roman jetzt schon. Und das ist das Wichtigste, um ihn aufschreiben zu können.

Was ich daraus gelernt habe? Es gibt eine Million Wege, einen Roman zu schreiben – ungefähr so viele, wie es Autoren gibt. Nein, sogar noch mehr: So viele, wie es Geschichten gibt. Denn es ist jedes Mal anders. Manchmal wird das eine Sturzgeburt und der Roman ist innerhalb weniger Wochen auf der Welt. Manchmal liegt man aber auch ziemlich lange in den Wehen und braucht schon mal ein paar Jahre (inklusive sehr ausgedehnter Pausen), bis das Baby endlich da ist.

Ich bin keine Fließbandautorin, kann mich nicht jeden Morgen um neun an den Schreibtisch setzen und nachmittags um fünf den Rechner ausschalten und befriedigt sagen: „Tagesziel erreicht.“ Ich brauche dieses gewisse Feuer, das mich antreibt. Und wenn das fehlt, dann nützt aller Zwang nichts, im Gegenteil, dadurch wird es nur noch schlimmer. Der „Ebbe und Glut“-Nachfolger lässt also noch ein Weilchen auf sich warten. Stattdessen wird es eine kräftige Portion Herzschmerz geben. Ob ich dazu stehe oder mich hinter einem Pseudonym verstecke, weiß ich noch nicht. Nur, dass ich diese Geschichte unbedingt erzählen muss. Jetzt sofort.

Das Haus der Medusa

Das Haus der Medusa-kleinEs ist soweit – hurra! Das Haus der Medusa ist im Handel angekommen. Bei Amazon und neobooks könnt Ihr es bereits herunterladen, die anderen Händler ziehen hoffentlich in den nächsten Tagen nach.

Die vergangenen Wochen waren noch mal anstrengend und aufregend. Auf den letzten Metern gab es viel mehr zu bedenken und entscheiden, als ich gedacht hatte. Doch nun ist – hoffentlich! – alles gut. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich total über mein neues „Baby“. Und natürlich bin ich sehr gespannt, wie Euch die Geschichte gefällt.

Zum Inhalt:
Ein altes Haus in Hamburg-Altona: das Haus der Medusa. Streng wacht die schlangenhaarige Dämonin über ihre zum Teil recht sonderbaren Bewohner. Die junge Patissière Florentine ist glücklich, dass sie hier sowohl eine Wohnung als auch Räume für ihre Confiserie gefunden hat und richtet sich mit Begeisterung ein.

Doch je länger sie in dem Haus wohnt, desto unheimlicher wird es ihr. Nach und nach entdeckt sie, dass alle ihre Nachbarn etwas verbergen, dass hinter jeder verschlossenen Tür Geheimnisse lauern. Als auch noch mysteriöse Todesfälle auftreten, ist es endgültig vorbei mit Florentines Ruhe. Sie stellt Nachforschungen an – und verstrickt sich dabei selbst immer mehr in den Machenschaften ihrer Nachbarn.

Leserstimmen:
„Dieses Buch ist kein klassischer Krimi, aber auch kein echtes Drama und schon gar keine Komödie. Und doch ist es ein bisschen von allem. Die Geschichte entwickelt sich langsam. Fast zaghaft tastet sich die Autorin an die Geschehnisse heran und lässt einen Darsteller nach dem anderen ins Rampenlicht treten. So webt sie einen dichten Teppich aus Charakteren und Ereignissen, die den Leser unweigerlich in ihren Bann ziehen, bis er sich dem stetig wachsenden Tempo des Buchs irgendwann nicht mehr entziehen kann und nur noch so durch die Seiten eilt.“
(Laura Gambrinus, Autorin)

Das Krimi-Experiment Teil 4

Ich verzweifle gerade ein wenig, weil ich mich nicht für das passende Cover entscheiden kann. Also habe ich ein paar Freunde um Rat gefragt. Schwerer Fehler. Fünf Freunde, fünf Meinungen. Jetzt bin ich so schlau wie am Anfang. Meine Grafikerin hält tapfer durch, macht immer neue Vorschläge, überarbeitet alte und scheint sich von meiner Ratlosigkeit nicht erschüttern zu lassen.
Vor fünf Jahren rang ich noch mit ganz anderen Themen. Da hatte ich Ende März auf den letzten Drücker das Manuskript für den Krimi-Wettbewerb fertig. Doch lest selbst:

 

31. März 2009

Der Krimi ist fertig. Am letztmöglichen Tag habe ich ihn zur Post gebracht und mich dabei gefühlt wie eine Mutter, die ihr Kind hinaus in die Welt schickt. Wachsam habe ich überwacht, dass auf der Wertmarke das aktuelle Datum gut zu sehen war, und misstrauisch frage ich mich bis heute, ob ich mein Päckchen der Deutschen Post wirklich anvertrauen konnte. Nicht auszudenken, wenn mein Schatz irgendwo unterwegs hängen bleibt oder ganz verloren geht. Aber wenn alles nach Plan gelaufen ist, dann sollte er jetzt bereits auf einem fremden Schreibtisch liegen. Wir dürfen gespannt sein.

Das Experiment ist damit gelungen. Ich habe innerhalb von zwei Monaten einen Roman geschrieben, der rund 200 Normseiten umfasst. Unterwegs ist viel passiert, fast kommt es mir so vor, als hätte ich die Geschichte, die ich aufgeschrieben habe, selbst erlebt. Immer wieder bin ich in dieser Zeit an meine Grenzen gekommen, körperlich und emotional. Je länger ich mit dem Projekt befasst war, desto mehr habe ich mein restliches Leben ausgeblendet und desto intensiver bin ich eingetaucht in die Geschichte, die sich dank meiner Gedanken und meines fleißigen Aufschreibens von Tag zu Tag mehr entfaltete. Mein Haushalt brach zeitweise zusammen, weil ich keine Zeit mehr fand, sauber zu machen, einzukaufen, Essen zu kochen. Nachts träumte ich von den Figuren, die ich selbst zum Leben erweckt hatte – sofern ich überhaupt schlief und nicht innerlich bereits am nächsten Kapitel bastelte.

Ein paar Mal wollte ich alles hinwerfen. Viele Male glaubte ich, nicht fertig zu werden. Noch häufiger hegte ich große Zweifel, ob ich wirklich eine gute Geschichte erzählt habe. Doch ich finde immer mehr, dass es darauf gar nicht ankommt. Das ist, um in dem Bild zu bleiben, mit dem Frau Brown mich immer wieder ermutigt hat, wie bei einem Marathonlauf. Am Ende zählt nur, dass man angekommen ist. Schön, wenn man dabei auch noch eine persönliche Bestzeit gelaufen ist, wirklich wichtig ist das aber nicht. Und dass es viele, viele andere Läufer gab, die erheblich schneller waren als man selbst, zählt überhaupt nicht. Man weiß ja schließlich vorher, dass man gemeinsam mit der Elite an den Start geht, die man niemals einholen kann, selbst wenn man das Rennen seines Lebens gelaufen ist.

Nachdem alle Kapitel standen und ich das Manuskript an meine Testleser geschickt hatte, spürte ich erst, wie erschöpft ich war, wie anstrengend dieser Kraftakt wirklich war. Mich noch mal hinzusetzen und Überarbeitungen vorzunehmen, war mir fast nicht mehr möglich. In meinem Kopf herrschte plötzlich nur noch eine ganz große Leere. Kritische Punkte konnte ich daher auch nur oberflächlich korrigieren, die ganz großen Veränderungen waren einfach nicht mehr drin, obwohl es zeitlich noch locker hingehauen hätte. So habe ich die letzten zwei Wochen vor dem Abgabetermin in einer Art Vakuum gelebt, mich an den Komplimenten gefreut, die ich erhielt, mich von der Kritik deprimieren lassen – und dann am Ende beschlossen, dass die Geschichte jetzt einfach fertig sei. Natürlich kann man immer vieles anders erzählen, besser machen, klüger, pfiffiger, origineller. Manchmal ist das aber auch leichter gesagt als getan. Die meisten meiner Testleser fühlten sich zumindest gut unterhalten, und das war das schönste Kompliment, das sie mir machen konnten. Alles andere wird die Zeit zeigen.

Ganz besonders möchte ich Beate Brown danken, die mich während dieser Monate sehr intensiv begleitet hat, liebevoll und aufmunternd, kritisch und fordernd, am Ende fast ein wenig ärgerlich, weil einiges anders geworden ist, als sie es sich ursprünglich erhofft hatte. Aber sie hat mir sehr viel Mut gemacht, gerade auf den letzten schweren Metern, auf denen jeder Schritt zur Qual wurde und ich kaum noch denken konnte vor Erschöpfung.

Ich komme jetzt langsam wieder an in meinem Alltag und nehme Schritt für Schritt wieder meinen gewohnten Tagesrhythmus auf. Hinter mir liegt eine intensive, anstrengende Zeit. Aber sie hat sich gelohnt, jeden Augenblick lang.

Das Krimi-Experiment Teil 2

02. Februar 2009:

Ich bin zu langsam. Meine kühne Behauptung, ich könne vier Seiten pro Tag schaffen, nehme ich hiermit wieder zurück. Am Wochenende habe ich einen Schreibmarathon hingelegt und dennoch erheblich weniger produziert.

Immerhin war ich gestern Abend wie im Rausch und hätte die halbe Nacht weiterschreiben können. Aber irgendwann machen dann halt doch mal die Augen schlapp. Außerdem brauche ich in der Regel auch viel Zeit, um nach so intensiver Arbeit abschalten zu können und muss ein paar Stunden etwas völlig anderes tun, bevor ich zu Bett gehe. Daher habe ich schließlich die Notbremse gezogen. Dennoch konnte ich die halbe Nacht nicht schlafen und habe fortwährend an Sätzen und Ideen gebastelt – die natürlich heute Morgen alle aus meinem Kopf verschwunden waren.

Der aktuelle Stand der Dinge: Es gibt einen Prolog, ein erstes Kapitel, große Teile eines zweiten Kapitels und eine Szene des dritten Kapitels. Alles natürlich nur in der Rohfassung, die ich am Ende noch mal gründlich überarbeiten muss. Keine schlechte Bilanz – jedenfalls, wenn man bedenkt, dass heute der 2. Februar ist und ich viel langsamer schreibe, als ich dachte. Allerdings habe ich in den nächsten Tagen sehr viele Termine und fürchte, dass die nächste Montagsbilanz deutlich anders ausfallen wird.

Das Krimi-Experiment Teil 1

In wenigen Wochen wird mein neuer Roman Das Haus der Medusa veröffentlicht. Die abschließenden Feinarbeiten laufen auf Hochtouren – letzte Korrekturen, Gestaltung des Covers (ich bin sehr neugierig, was meine Grafikerin Casandra Krammer diesmal zaubern wird!), Klappentext und Nachwort schreiben.

Die Entstehungsgeschichte des Romans ist etwas ungewöhnlich und reicht einige Jahre zurück. Um Euch und mir die Zeit bis zur Veröffentlichung zu vertreiben, lade ich hier in den nächsten Wochen ein paar alte Texte hoch, die erzählen, wie der Roman entstanden ist. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

 

31. Januar 2009

Ich habe ein Experiment gestartet. Es klingt etwas aberwitzig und in schlaflosen Nächten sage ich mir, dass es natürlich auch nicht gelingen wird. Dennoch mache ich weiter und schaue mal, was passiert. Ich habe mir vorgenommen, einen Krimi zu schreiben, der Ende März fertig sein muss. Der Anlass ist eine Wettbewerbsausschreibung, die ich im Dezember gesehen habe. Sie klang so reizvoll (der Hauptpreis wäre ein Verlagsvertrag), dass sie mich nicht mehr loslässt, obwohl ich in dem Moment, als ich sie las, noch nicht mal den Hauch einer Idee für eine Geschichte hatte. Andere Autoren holen ihre alten Manuskripte aus der Schublade und überarbeiten sie, während ich bei Null anfange. Das ist natürlich völlig absurd.

Ich habe nun also noch genau zwei Monate Zeit. Exposé und grobe Storyline stehen schon (damit habe ich den gesamten Januar verbracht), jetzt muss ich „nur“ noch schreiben. Ich habe die Handlung in zwölf Kapitel aufgeteilt, und da ich zwei Wochen für eine gründliche Überarbeitung eingeplant habe, bleiben mir sechs Wochen zum Schreiben, das heißt, pro Woche müssen zwei Kapitel fertig werden. Es gibt keine Vorgabe, wie lang der Roman werden soll, folglich muss ich nicht ins Unendliche schreiben. Dennoch benötigt man natürlich einen gewissen Raum, um eine Geschichte erzählen zu können. Raum und vor allem viel, viel Zeit.

Ich bin keine sonderlich disziplinierte Schreiberin. Ich habe gute und schlechte Tage. An den guten schaffe ich vielleicht 17.000 Zeichen, das entspricht etwa 4 DIN-A4-Seiten – und das sind die wirklich sehr, sehr guten Tage! An den schlechten Tagen kriege ich gar nichts zustande. Dazu kommt noch, dass ich ja „ganz nebenbei“ auch noch Textaufträge erledige, Coachings durchführe, Seminare vorbereite und Kundenakquise betreibe. Was man halt so macht, um Geld zu verdienen. Ich fürchte also, dass die schlechten Schreibtage überwiegen, und das nicht etwa, weil mir die Ideen ausgehen, sondern weil ich einfach nicht die nötige Konzentration und Muße finden werde.

Damit ich nicht zu sehr auf verlorenem Posten stehe, begleitet mich meine Freundin Beate Brown intensiv bei diesem Projekt. Wir haben vereinbart, dass sie jedes fertige Kapitel umgehend lektoriert, damit ich immer weiß, ob und wo ich eventuell Kurskorrekturen vornehmen muss. So eine enge Zusammenarbeit haben wir noch nie ausprobiert, und wir sind beide gespannt, wie es laufen wird.

Ich bin vor allem neugierig, wie weit man kommt, wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, das zwar unrealistisch erscheint, aber dennoch eine große Motivation beinhaltet. Das ist es in erster Linie, was ich an diesem Projekt spannend finde. Abgesehen vom Schreiben natürlich. Erwähnte ich übrigens, dass ich noch nie in meinem Leben einen Krimi verfasst habe, nicht mal einen ganz, ganz kurzen? Man wächst eben mit seinen Aufgaben. In diesem Sinne: Mord ab.

Danke!

Das vergangene Jahr war für mich als Autorin sehr aufregend. Mein Roman Ebbe und Glut verkaufte sich überraschend gut, war zwischenzeitlich sogar in den Top 100 der Amazon-Bestsellerlisten. Viele begeisterte Leserinnen (ja, es ist ein Frauenbuch, das will ich nicht verheimlichen) haben wundervolle Rezensionen verfasst, mir sehr persönliche, berührende Mails geschrieben oder mir in Gesprächen versichert, wie gern sie diese Geschichte gelesen haben. „Ich habe die ganze Nacht durchgelesen, konnte nicht mehr aufhören“, war einer der häufigsten Sätze, die ich hörte oder las. Ich finde, es gibt kaum ein schöneres Kompliment für eine Autorin.

Dafür sage ich DANKE! Danke, dass Ihr dieses E-Book gekauft und gelesen habt. Danke, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, eine Rezension zu verfassen. Danke, dass Ihr in einer Leserunde sehr eifrig und manchmal auch kontrovers über die Geschichte diskutiert habt. Danke, dass es Euch ein Bedürfnis war, mir Eure eigenen, sehr privaten Geschichten zu erzählen.

Das macht mich stolz und glücklich.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares neues Jahr, reich an kleinen und großen Glücksmomenten, leisen und lauten Überraschungen, vielen, vielen guten Büchern und noch mehr Liebe.