Lesung im Kino Center Rendsburg

An diesem Wochenende gibt es ganz großes Kino im Kino Center Rendsburg. Fünf Autorinnen lesen aus ihren Büchern Texte voller Witz, Charme und Herz. Gute Unterhaltung ist garantiert.

Mit von der Partie sind Andi Biel, Carin Müller, Silvia Konnerth und Violet Truelove. Ich bin am Samstag dabei und werde zwei Kurzgeschichten aus dem Buch „Moodcooking – Aus dem Suppentopf der Gefühle“, lesen, das gerade neu veröffentlicht wird. Das wird mein erster Auftritt mit meinen Kolleginnen aus der Gruppe „Das Autorensofa“. Darum freue ich mich ganz besonders darauf.

Damit Ihr Euch auch entspannt in den Plüschpolstern zurücklehnen könnt, gibt es verschiedene Frühstücksteller zur Auswahl. Und die Buchhandlung Liesegang stellt einen Büchertisch bereit.

Ich freue mich sehr auf den Samstag! Sehen wir uns?

Wann? 16. und 17. April 2016, 10 Uhr
Wo? Kino Center Rendsburg
Wallstraße 25, 24768 Rendsburg
Tel: 0 43 31 – 2 29 11
Karten können dort vorbestellt werden
Eintritt 8,00 Euro,
Frühstück 5,00 Euro

Titelbild

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Herzensbücher

Die Bücher meiner Kindheit haben immer noch einen großen Platz in meinem Herzen. Ich erinnere mich genau an meinen siebten Geburtstag, an dem ich den Pippi-Langstrumpf-Sammelband geschenkt bekam. Und ich sehe mich mit meinem Vater auf meinem Bett sitzen, der halb einschlief, während er mir aus dem Buch vorlas. Herrje, er schlief bei Pippi Langstrumpf ein! Was für eine Katastrophe! Später, als ich endlich selbst richtig lesen konnte, habe ich die Geschichten wieder und wieder gelesen – ich weiß nicht, wie oft. Pippi war meine Heldin, der weibliche Harry Potter meiner Kindheit, und Astrid Lindgren verehrte ich wie eine Göttin.

Ähnlich ging es mir mit den Büchern von Otfried Preußler. »Der kleine Wassermann« wurde uns im Kindergarten vorgelesen und ich tauchte vollkommen ein in seine Unterwasserwelt, deren Bilder ich heute noch im Kopf habe. »Das kleine Gespenst« hatte ich auf Schallplatte, und das Titellied kann ich heute noch singen. Auch »Der Räuber Hotzenplotz« belebte auf Schallplatte und Kassette unsere Kinderzimmer. Stundenlang lauschte ich seinen Abenteuern, immer wieder nahm ich mir die Bücher vor und ergötzte mich an Namen wie »Amaryllis« und »Petrosilius Zwackelmann«.

Und dann Enid Blyton. Noch mal eine andere, fremde Welt – stereotyp und trivialer erzählt, aber vielleicht gerade deshalb so faszinierend. »Die fünf Freunde«, die »Geheimnis«-Serie, »Hanni und Nanni« und natürlich »Dolly«. Jedes einzelne dieser Bücher habe ich x-mal gelesen. Kinder neigen zu Wiederholungen, und ich war darin offenbar besonders groß. Ich mache das heute noch. Geschichten, die ich richtig gern gelesen habe, nehme ich mir durchaus noch mal wieder vor.

Als Pferdefan kam ich natürlich an Pferdebüchern nicht vorbei. Mein absoluter Favorit: Die »Britta«-Serie von Lisbeth Pahnke. Ich glaube, diese Geschichten habe ich phasenweise noch viel mehr geliebt als alles von Enid Blyton zusammen. Ich ritt gemeinsam mit Britta auf ihrem struppigen Pony durch den Wald und wünschte mir nichts sehnlicher, als auch so ein Pony zu besitzen. Leider habe ich ausgerechnet von den Britta-Büchern kein einziges aufgehoben, weiß der Himmel, warum. Aber Pippi Langstrumpf steht immer noch in meinem Schrank – und manchmal schaue ich sogar hinein.