Fast eine Liebesgeschichte – Teil 8

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Annas Bedürfnis, sich mit Paul zu verabreden, war nicht sonderlich groß. Er war nett, ja. Und attraktiv, oh ja! Aber zwischen ihnen fehlte irgendwie die Leichtigkeit, ihr Miteinander war so anstrengend, so bemüht.
Pauls Mails tauchten immer völlig überraschend auf, in Momenten, in denen Anna ihn komplett vergessen hatte. Sie waren stets freundlich und witzig. Immerhin besaß er Humor. Das gefiel ihr. Und trotz allem war es auch ganz schön, dass er immer mal wieder an sie dachte. Das schmeichelte ihr.

Teil 9

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 7

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Das nächste Mal verabredeten sie sich ein halbes Jahr später. Danach dauerte es sogar ein Jahr, bis sie sich wiedersahen. Paul fiel das gar nicht weiter auf. Sein Leben war voll. Mit Arbeit. Mit Freunden. Mit seiner Ehe. Zwischendrin tauchte Anna Winterberg auf, wie ein kleiner Sonnenstrahl, der an einem grauen Tag plötzlich durchs Fenster schien und gleich darauf wieder verschwand. Immer, wenn Paul ihr schrieb, antwortete Anna ihm recht schnell. Ihre Mails waren freundlich und witzig. Sie besaß Humor. Großartig! Und sie ging ihm nicht verloren in all der Zeit, das war besonders schön.

Fortsetzung folgt …

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 6

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Anna sah erst jetzt, wie attraktiv er war. In Jeans und Shirt sah dieser Paul Stiller sehr anziehend aus. Schlank, sportlich, nur leider zu groß für sie. Aber hey, ermahnte Anna sich, ich bin ja hier nicht auf Männersuche. Dabei lebte sie seit zwei Jahren allein und war durchaus daran interessiert, einen neuen Mann kennenzulernen. Eines Tages. Irgendwann mal. Sie hatte da keine Eile. Ihr berufliches Vorankommen war im Moment viel wichtiger.
Paul schien ein wacher Geist zu sein. Er hörte aufmerksam zu und gab kluge, überlegte Antworten. Wenn er dabei bloß nicht so einen belehrenden Tonfall anschlagen würde, das fand sie ziemlich abschreckend. Und auch dieses ganze Imponiergehabe über seine eigenen Erfolge ging ihr auf die Nerven. Das hatte ein Mann wie dieser Paul doch gar nicht nötig. Anna beeindruckte er damit jedenfalls nicht, er schlug sie höchstens in die Flucht.
„Du kannst dich jederzeit melden, wenn du Hilfe brauchst“, sagte Paul nachdrücklich.
„Das ist toll“, entgegnete Anna höflich, aber innerlich ging sie auf Abwehr.
Sie konnte Paul Stillers Geschwafel unmöglich häufiger ertragen.

Fortsetzung folgt …

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 5

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Sie hatte den Businessanzug gegen Jeans und Pulli eingetauscht, was sie jünger und sportlicher erscheinen ließ. Die kurzen Locken wurden von einer Spange aus dem Gesicht gehalten, was allerdings ein bisschen zu mädchenhaft wirkte. Aber ihr Lachen war heute noch wärmer und herzlicher als bei ihrer ersten Begegnung. Paul konnte nicht anders, er musste sie ununterbrochen anschauen.
Sie erzählte offen von ihren Startschwierigkeiten und von der Mühe, an lukrative Aufträge zu gelangen. Gleichzeitig strahlte sie eine Souveränität aus, die ihn beeindruckte. Er war überzeugt, dass sie ihren Weg gehen würde. In jeder Hinsicht. Was konnte er ihr da schon bieten?
Dennoch sagte er: „Du kannst dich jederzeit melden, wenn du Hilfe brauchst.“
Sie waren längst zum Du übergegangen, das Treffen gestaltete sich zwanglos und schön.
„Das ist toll“, sagte Anna und nickte dankbar.
Paul war erleichtert. Vermutlich kam sie auch gut alleine zurecht, aber er wollte den Kontakt nicht abreißen lassen.

Teil 6

Frühlingshafte Buchpreise

Nur für kurze Zeit gibt es meine beiden Romane zum frühlingshaften Schnäppchenpreis von jeweils 99 Cent!

Steht Euch der Sinn nach Herzschmerz, Lust und Liebe? Dann greift zu Ebbe und Glut, einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte.

Leserstimmen:

„Die Geschichte ging mir richtig unter die Haut, ein Roman mit Seele und Tiefgang.“

„Ein großartiges Buch, das mich so gefesselt hat, dass ich mich zwischendurch zwingen musste eine Pause einzulegen, um nicht die zweite Nacht in Folge schlaflos zu verbringen.“

„Danke für dieses wunderbare Buch über die Liebe, das Leben, Selbstzweifel, das Älterwerden und das Glück, das es nicht nur einem allein so geht!“

„Ich habe den Roman in wenigen Tagen gelesen, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist sehr mitreißend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt . Es ist ein ganz anderer Roman über die Liebe. Nichts ist so wie es scheint und ganz langsam erst bekommt der Leser vermittelt dass jede Person seine ganz besondere Geschichte hat die sein Handeln bestimmt.“

 

Das Haus der Medusa-kleinOder möchtet Ihr lieber eintauchen in die zuckersüße und gleichzeitig abgründige Geschichte eines alten Hauses und seiner sonderbaren Bewohner? Dann solltet Ihr Das Haus der Medusa lesen.

Leserstimmen:

„Dieses Buch ist kein klassischer Krimi, aber auch kein echtes Drama und schon gar keine Komödie. Und doch ist es ein bisschen von allem.“

„Mir hat dieser Roman mit seinen überraschenden Wendungen sehr gefallen.“

„Die Geschichte zieht einen sofort in ihren Bann, die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet und verbergen erstaunliche Geheimnisse… Vieles ist nicht so, wie es den Anschein erweckt – diese Geschichte muss man gelesen haben, ich war überrascht, welche Wendungen sie nimmt.“

„Liebevoll, detailliert und spannend.“

„Die Geschichte der vielen verschiedenen Menschen war manchmal recht undurchsichtig, was das Ganze spannend gemacht hat. Ich hätte nicht erwartet in einer Art Krimi zu landen, aber ich fand es echt super!“

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 4

Zu Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Anna starrte auf ihren Bildschirm. Was wollte denn dieser Paul Stiller von ihr? Er war supererfolgreich, seit Jahren gut im Geschäft. Da nützte sie kleines Licht ihm als Businesskontakt doch überhaupt nichts. Voller Unbehagen dachte sie daran, wie er sie zu ihrer Existenzgründung ausgequetscht hatte. Natürlich, der wollte vor ihr angeben, ihr väterlich seine Hilfe anbieten. Schönen Dank auch, darauf konnte sie gut verzichten! Andererseits – hatte ihre Beraterin nicht gesagt, dass jeder Kontakt nützlich sein könnte? Wer weiß, vielleicht konnte Paul Stiller ihr ja doch die eine oder andere Tür öffnen.
Widerstrebend beantwortete Anna seine Mail. Jetzt bloß nicht zu eifrig klingen, dass er nicht auf falsche Ideen kam. Sie war weder beruflich noch privat bedürftig und brauchte diesen Mann nicht. Das sollte er ruhig merken.
„Ich könnte frühestens in vier Wochen“, behauptete sie, obwohl ihr Terminkalender fast leer war.

Teil 5

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 3

Teil 1 der Fortsetzungsgeschichte

Paul verstand sich selbst nicht mehr. Er war seit sieben Jahren verheiratet, und er hatte seine Ehe noch nie auch nur ansatzweise infrage gestellt. Warum also musste er dann ständig an Anna Winterberg denken, die ihn bei diesem dämlichen Netzwerktreffen so zauberhaft angelächelt hatte? Anna Winterberg, klein, rundlich, mit kurzen, lockigen Haaren und einer recht bescheidenen Oberweite. Seine Frau war hingegen sehr schlank, hatte lange Beine, lange Haare, große Brüste. Er stand auf diesen Typ Frau, seit er zurückdenken konnte. Die Anna Winterbergs dieser Welt hatten ihn immer kalt gelassen. Bis jetzt.
Drei Wochen rang Paul mit sich, dann schickte er Anna Winterberg eine Mail: „Ich fand unsere Begegnung sehr interessant. Vielleicht haben Sie ja Lust, sich gelegentlich bei einem Kaffee mit mir weiter über Coachings und Trainings auszutauschen.“
Ihre Antwort trudelte am nächsten Tag ein: „Gerne. Nur habe ich momentan sehr wenig Zeit. Ich könnte frühestens in vier Wochen.“
Großartig, dachte Paul, sie hat reagiert, sie will mich auch sehen! Vier Wochen waren für ihn ein Klacks, er hatte selbst einen vollen Terminkalender und wusste im Grunde gar nicht, wo er Anna Winterberg unterbringen sollte. Er machte ein paar Terminvorschläge, und nach einigem Hin und Her sagte Anna zu.

Teil 4

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 2

Hier geht es zum 1. Teil der Fortsetzungsgeschichte

Anna taten die Füße weh. Ihre schmalen Schuhe drückten und das lange Stehen tat ihrem Rücken nicht gut. Am liebsten wäre sie gegangen. Jetzt sofort. Aber schließlich war sie ja nicht zum Spaß hier. Netzwerken, so hatte ihre Beraterin ihr stets eingebläut, war total wichtig, um neue Kunden zu gewinnen. Und die brauchte Anna dringend, sie war erst seit ein paar Monaten selbstständig, und noch lief das alles nicht so rund wie erhofft.
Der Gong ertönte, Anna suchte den Tisch, an den sie sich als nächstes stellen sollte. Eine Frau, die sie gleichgültig musterte, und drei Männer, die alle doppelt so groß wie sie waren. Anna stöhnte innerlich. Hier hatte sie keine Chance, die würden sie alle übersehen. Die Männer beherrschten sofort das Gespräch und plusterten sich voreinander und vor den Frauen auf. Kampf der Platzhirsche, dachte Anna und fühlte sich noch unwohler. Der Typ neben ihr war besonders schlimm. Ein aufgeblasener Wichtigtuer, der zu allem seinen Senf dazu gab.
Jetzt beugte er sich zu ihr. „Was machen Sie denn eigentlich?“
Sie legte den Kopf in den Nacken, um ihn ansehen zu können. Braune Augen, die sie aufmerksam musterten, dunkle Haare, mit ersten Spuren von Grau.
„Ich bin Kommunikationstrainerin“, sagte Anna und bemühte sich dabei, so souverän zu klingen wie der Mann. Hoffentlich bemerkte er das Zittern in ihrer Stimme nicht. Als er sie abwartend anstarrte, fühlte sie sich genötigt, weiter zu sprechen: „Ich schule Mitarbeiter in Unternehmen, damit sie miteinander und mit ihren Kunden besser kommunizieren können. Sie werden kaum glauben, dass es da manchmal an den allereinfachsten Dingen hapert.“
„Doch, das glaube ich sofort“, sagte der Mann. „Ich arbeite nämlich als Unternehmensberater und Coach für Führungskräfte.“
Na, das passt ja, dachte Anna, da hatte er sicher jede Menge Gelegenheit, sich zu produzieren.
Sie rang sich ein höfliches „Ach?“ ab und suchte innerlich nach einem Vorwand, um die Runde zu verlassen. Doch dieser Typ ließ nicht locker. Er stellte eine Frage nach der nächsten, und am Ende drückte er ihr seine Visitenkarte in die Hand. „Paul Stiller – Coaching, Consulting, Training.“ Anna blieb nichts anderes übrig, als ihm ihre eigene Karte zu überreichen. „Anna Winterberg – Kommunikationstraining.“
„Besten Dank“, sagte Paul Stiller und lächelte sie sehr freundlich an. „Wer weiß, was draus wird.“

Hier geht es zu Teil 3

Fast eine Liebesgeschichte – Teil 1

Eine Fortsetzungsgeschichte

Es war eine dieser langweiligen Netzwerkveranstaltungen. Wichtigtuende Leute in Businessklamotten, die einander höflich umgarnten, immer darauf bedacht, sich selbst ins bestmögliche Licht zu rücken. Könnte ja sein, dass man hier einen Kontakt knüpfte, aus dem sich später ein großer Auftrag entwickeln würde.

Paul gähnte innerlich und verstaute Visitenkarten in seiner Brieftasche. Die meisten würde er nie wieder angucken. Er überlegte, wie er sich unauffällig davonschleichen konnte. Einfach mal zum Klo gehen und nicht wiederkommen, das war am leichtesten.
Da ertönte der Gong zur Aufforderung, den Tisch und somit die Gesprächspartner zu wechseln. Wie im Kindergarten, dachte Paul genervt und suchte mit den Augen schon nach dem Weg zu den Toiletten.

Zu fünft drängten sie sich um einen Stehtisch, drei Männer, zwei Frauen. Paul stand neben einer Frau, die so klein war, dass der Tisch ihr bis über die Brust reichte. Einer der Männer erzählte von seinem Unternehmen, das Werbemittel produzierte. Der andere arbeitete in einer großen Softwarefirma. Beide könnten potenzielle Kunden von Paul sein. Er riss sich zusammen und klinkte sich bemüht interessiert in die Gespräche ein.

Die Frauen schwiegen. Eine schielte auf ihr Handy, sie hatte offenkundig noch weniger Spaß an der Veranstaltung als Paul. Die andere wirkte immerhin freundlich und interessiert. Es war die kleine Frau, die neben Paul stand. Er beugte sich zu ihr.
„Was machen Sie denn eigentlich?“
Sie hob den Kopf und sah ihn an. Braungrüne Augen, die sehr wach und lebendig blitzten, ein offenes, herzliches Lächeln, das überhaupt nichts mit dem Gehabe zu tun hatte, das alle anderen hier an den Tag legten.
„Ich bin Kommunikationstrainerin“, sagte sie und fügte auf Pauls interessierten Blick hinzu: „Ich schule Mitarbeiter in Unternehmen, damit sie miteinander und mit ihren Kunden besser kommunizieren können. Sie werden kaum glauben, dass es da manchmal an den allereinfachsten Dingen hapert.“
„Doch, das glaube ich sofort“, entgegnete Paul. „Ich arbeite nämlich als Unternehmensberater und Coach für Führungskräfte.“
„Ach?“ Neugier blitzte in ihren Augen auf. Auf eimal war sie ihm sehr zugewandt.
Diese Augen, dachte Paul, und dieses Lachen. Der Hammer! Dabei war sie überhaupt nicht sein Typ. Ein bisschen zu rundlich für seinen Geschmack. Und viel zu klein. Paul kam sich neben ihr mit seinen 1,90 Meter riesig vor. Und doch hatte diese Frau eine Ausstrahlung, die ihn von der ersten Sekunde an faszinierte.

zum 2. Teil